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   Hamburger Starclub 13.04.1962  -  31.12.1969  ///  Sport, Städte, Sonstiges bis 1970

 

Wilson PICKET

 

 

 

 

 

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   Bilder / Pics

18.September 1969 in der Hamburger Musikhalle : Wilson Pickett 

 

   

 

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Pic 6364  Mitte: Mit-Fotograf Hans-Peter Rademacher                                                  Pic 6368

 

   Informationen  ( Stand: Februar 2008 )

Pickett, Wilson (voc), am 18. März 1941 in Prattfield, Alabama, geboren, war ein Soul-Interpret, über den Kritiker Joachim von Mengershausen schrieb: "Seine Stimme ist hart, aggressiv und angestrengt; sie bindet die Töne kaum mehr, zersprengt ihre Folge, stößt die Rudimente aus - Pickett hat dem Soul die letzten Spuren von Onkel Tom-Freundlichkeit und Demut genommen, hat ihn gewissermaßen zerrockt."
In Detroit aufgewachsen, sang er zunächst in Kirchenchören und Gospelgruppen; 1959 wurde er Mitglied des R&B-Vokalensembles The Falcons, mit dem er 1962 (auf Lu-Pine Records) den Hit I Found A Love landete, der ihn für eine Solokarriere reif machte. Nach den Erfolgssingles If You Need Me (später von den Rolling Stones interpretiert), It's Too Late, I'm Down To My Last Heartbreak schloß er 1964 einen Vertrag mit der führenden Soul-Firma Atlantic. Auf der sorgfältig zusammengestellten LP The Best Of Wilson Pickett wurde die musikalische Entwicklung vom Gospelsänger zum Soulman vorbildlich dokumentiert. 1965/66 nahm Pickett seine von einem hochkommerziellen Verständnis für die Ghetto-Mentalität getragenen Atlantic-Platten in den Stax-Studios von Memphis mit den dortigen Begleitmusikern auf. Anschließend wählte er die rustikaler arbeitenden Soul-Werkstätten in Muscle Shoals, Alabama (Fame Record Studios), als Produktionsort. Überall brachte er Volltreffer mit Millionen- oder annähernd Millionenumsätzen hervor: In The Midnight Hour, Don't Fight It, 634-5789, 99 1/2 Won't Do (1965/66), Land Of 1000 Dances, Mustang Sally, Everybody Needs Somebody To Love (1966), I Found A Love, Funky Broadway, Stagger Lee (1967), She's Looking Good, I'm A Midnight Mover, Hey Jude (1969), Sugar, Sugar, Engine Number Nine (1970), Don't Let The Green Grass Fool You, Don't Knock My Love, Fire And Water (1971). Auf der Bühne wirkte die Show des "cleveren Seelenverkäufers kältesten Wassers" (Werner Burkhardt), der sich in seinen besten Momenten total verausgaben konnte, gelegentlich emotional leer und nur noch routiniert. Da er den Weißen jegliches Verständnis für Soulmusik absprach, dosierte er sein Engagement je nach der rassischen Zusammensetzung des Publikums - getreu seiner Erkenntnis "There's all kinds of ways to trick whitey" (Es gibt eine Menge Tricks, die Weißen zu übervorteilen). Im Januar 1973, als seine Atlantic-Umsätze zurückgegangen waren, machte er mit dem weißen Weltkonzern RCA einen Vertrag und schloß sich Anfang der achtziger Jahre der europäisch kontrollierten Firma EMI America an. Kein Wunder, daß die Rock-Chronisten Hardy und Laing urteilten, der verruchte "Wicked Pickett" habe sich verwandelt "in einen schwarzen Tom Jones". Die frühere Aggressivität seiner Bühnenshows tobte er nun hinter dem Vorhang aus. Er verprügelte Manager und Musiker, wurde wegen Nötigung mit einer Schußwaffe verhaftet, brach Tourneen ab und landete nach Handgreiflichkeiten mit seinen Musikern auch mal im Krankenhaus. 1987 nahm sich die Plattenfirma Motown des American Soul Man (LP-Titel) an. Eine Neufassung von In The Midnight Hour schaffte es in Großbritannien noch einmal bis zur Charts-Position 72 - für Motown nicht hoch genug. Als sein Vertrag nicht verlängert wurde, ergab sich Pickett gänzlich dem Alkohol. Im Januar 1992 mußte er auf gerichtliche Anordnung wegen Mietrückstandes sein Haus in Englewood, New Jersey, verlassen und verletzte eine Woche später im Suff den 86jährigen Pepe Ruiz lebensgefährlich bei einem Autounfall. 1993 wurde er deswegen zu einem Jahr Gefängnis und einer fünfjährigen Bewährungszeit verurteilt. Kaum entlassen, kam er im April 1996 erneut in Haft. In seinem Apartment war Kokain gefunden worden. Unter dem Einfluß der Droge hatte er seine Freundin blutig geschlagen. Donald Aronson, Bürgermeister von Englewood: "Ich habe immer gesagt, Wilson Picketts schlimmster Feind ist Jack Daniel." Seine Freunde hatten ihn in diesen schlimmen Jahren mehrfach geehrt: 1991 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, 1993 verlieh ihm die R&B Foundation ihren Pioneer Award. Unter dem seufzenden Titel It's Harder Now veröffentlichte Pickett 1999 sein erstes Album seit mehr als einem Jahrzehnt.
H i s t o r i s c h e   D i s k o g r a f i e :
LPs (Auswahl)
auf Double:
It's Too Late (1963)

auf Atlantic:
Saturday Night At The Uptown (1964)
In The Midnight Hour (1966)
In The Exciting (1966)
The Wicked Pickett (1966)
The Sound Of W. P. (1967)
The Best Of W. P. (1967)
I'm In Love (1968)
The Midnight Hour (1968)
Great Hits (1969)
Hey Jude (1969)
Right On (1970)
In Philadelphia (1970)
Best Of W. P. Vol. 2 (1971)
Don't Knock My Love (1971)
Greatest Hits (1972)

auf RCA:
Mr. Magic Man (1973)
Tonight I'm My Biggest Audience (1973)
Miz Lena's Boy (1973)
Pickett In The Pocket (1974)
Live In Japan (1974)
Join Me And Let's Be Free (1975)
Keep The Dream Alive
auf Trip:
Wickedness (1971)
auf Wand:
Great Hits (1968)
auf EMI:
I Want You (1979)
Right Track (1981)
auf Big Tree:
Funky Situation (1978)
auf DJM:
Peace Breaker (1975)
auf Motown:
American Soul Man (1987)
auf Rhino:
A Man And A Half - Best Of (1993)
It's Harder Now (1999)

 

Geboren 18. Mar 1941
Gestorben 19. Jan 2006

 Obiger Text wurde entnommen aus:  © Copyright and produced by PhonoNet GmbH, all rights reserved.   Layout by JR-Project 

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Alle Bilder Copyrigt by JR-Project Jens Rabenstein, Robby Günther

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