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   Hamburger Starclub 13.04.1962  -  31.12.1969  ///  Sport, Städte, Sonstiges bis 1970

 

SMALL FACES The

 

 

Starclub - Plakate

 

 

  

 

 

 

   Bilder / Pics

3.Juli 1966 : Small Faces im Hamburger Starclub

 

Pic 465 Ronny Lane Pic 466 Kenny Jones Pic 468 Ian McLagan Pic 472 Steve Marriott
Pic 508 Steve Marriott Pic 476 Ronny Lane Pic 477 Kenny Jones Pic 488 Kenny Jones
Pic 509 Steve Marriott Pic 491 Steve Marriott Pic 496 Ian McLagan Pic 502 Ian McLagan
Pic 504 Kenny Jones Pic 505 Ronny Lane Pic 506 Steve Marriott Pic 489 Steve Marriott
   
Pic 471 Gruppe mit Gast Pic 470 Gruppe mit Hilde Peters

 

 

   Informationen  ( Stand: Februar 2008 )

JIMMY WINSTON war in London eine Mod-Berühmtheit. Er besaß Geld, ein Auto und vor allem Instrumente, obwohl sich sein musikalisches Vermögen in Grenzen hielt. Immerhin hatte er jedoch drei Kumpels gefunden, die aufgrund seines materiellen Wohlstandes und der sich daraus ergebenden Möglichkeiten bereit waren, eine Band mit ihm zu gründen:

RONNIE LANE und Drummer KENNY JONES arbeiteten zunächst tagsüber als Packer in einer Verstärkerfabrik. Für beide muss dort die Versuchung groß gewesen sein, ihr musikalisches Equipment mit hochwertiger Ware "extrem kostenneutral" aufzurüsten. Sie wurden deshalb recht bald entlassen. Lane probierte es danach als Tellerwäscher und Bote beim Verteidigungsministerium, aber das alles war nicht wesentlich erfolgreicher, als seine kläglichen Tourneeversuche und Gigs. Im Rahmen einer dieser Veranstaltungen lernte er dann aber einen Leidensgenossen kennen und lud diesen zu einer gemeinsamen Probe mit Winston und Jones ein.

Der Mann hieß STEVE MARRIOTT und bastelte nach anfänglichen Erfolgen als Kinderstar inzwischen ziemlich erfolglos an einer musikalischen Solokarriere herum. Mit Gelegenheitsjobs im Rahmen von Musicals oder Auftritten auf Hochzeitsfeiern sowie bunten Abenden hielt er sich nur mühsam finanziell über Wasser. Er riskierte bei solchen Verpflichtungen zudem immer einmal wieder die eine oder andere R&B-Nummer, doch das wollte niemand hören! Er wurde dann regelmäßig von der Bühne gebuht.

Nicht abzusprechen war dem neuen Quartett ein gewisser Fleiß, der dann auch bescheidene Früchte trug. Man zog nach und nach erste gemeinsame Gigs an Land, die die finanziellen Gegebenheiten zumindest so weit stabilisierten, dass man Jimmy Winston feuern und durch IAN McLAGAN ersetzen konnte. Damit war das klassische Line-Up der SMALL FACES perfekt.

Einem der ersten Konzerte in dieser Besetzung wohnte die Sängerin ELKIE BROOKS bei. Sie vermittelte die Combo an den Manager DON ARDEN, welcher umgehend einen Knebelvertrag mit den Jungs schloss. Unabhängig von künftigen Einnahmen aus Plattenverkäufen und vereinbarten Gagen für Konzerte bzw. Tourneen erhielt jedes Bandmitglied 20 Pfund die Woche, - spätestens ab dem ersten Single-Hit WATCHA GONNA DO ABOUT IT ein absoluter Witz! Nach einigen Monaten wurden die Eltern der Musiker bei Arden vorstellig, um sich zu erkundigen, weshalb ihre Sprösslinge jede Woche in den Top-10 notiert, aber ständig pleite seien. Dieser erklärte ihnen daraufhin, dass sie alle heroinabhängig wären und die riesigen Beträge, die er ihnen auszahlen würde, sofort zu irgendwelchen Dealern schleppten. Weiterhin verhinderte der Mann bewusst Amerika-Tourneen der SMALL FACES, weil die Truppe dann Abrechnungen zu sehen bekommen hätte, aus denen ersichtlich würde, was er inzwischen tatsächlich an Honoraren für die Band verlangte.

1967 hatte Steve Marriott die Schnauze voll! Auf sein Betreiben hin wurde ein neuer Vertrag mit Rolling Stones-Manager und Eigner des IMMEDIATE-Labels ANDREW OLDHAM geschlossen. In den kommenden zwei Jahren spielte man für die neue Firma ständig weitere Single-Hits und mehrere Alben ein, die für eine richtiggehende Hype auf der Insel sorgten. Um sich der Fans zu erwehren, ging man dazu über, BARRY RYAN jeweils mit ins Auto zu nehmen. War man am jeweiligen Ziel angekommen, ließ man Ryan, der das Bad in der Menge genoss, auf der einen Seite des Wagens aussteigen. Während die Fans mit ihm beschäftigt waren, schlichen sich die SMALL FACES auf der anderen Seite klammheimlich davon.

Mit ihrem LP-Klassiker OGDEN’S NUT GONE FLAKE stellte sich dann ein musikalisches Problem ein. Die Band war als Quartett nicht mehr in der Lage, ihren Studiosound live zu reproduzieren. Man hatte jedoch bei einer Session in Paris PETER FRAMPTON kennengelernt und Marriott wollte diesen als fünftes Mitglied engagieren. Diese Absicht stieß allerdings auf massiven Widerstand aller übrigen Gruppenangehörigen.

Steve zog die Kosequenzen, stieg aus und gründete 1968 mit Frampton HUMBLE PIE. Im Rahmen seiner dann folgenden Solo-Karriere konnte er aber leider nie mehr an die Erfolge seiner SMALL FACES-Ära anknüpfen. 1991 zündete er sich in seinem Wochenendhaus eine Zigarette an, legte sich aufs Bett, schlief ein und verbrannte.

Lane, Jones und McLagan verpflichteten ROD STEWART und RON WOOD als Marriott’s Nachfolger und setzten die Bandkarriere als FACES weit erfolgreicher fort. Nachdem Stewart die FACES sprengte, um seine Soloambitionen voran zu treiben, ging Ron Wood zu den Stones. Kenny Jones ersetzte Keith Moon nach dessen Tod bei The Who und McLagan arbeitete in der Folge u.a. mit Bob Dylan sowie Bruce Springsteen. Ronnie Lane erkrankte leider an Multipler Sklerose und verstarb am 04.06.1997 an deren Folgen.

DISCOGRAPHIE SMALL FACES

1966 Small Faces – Decca Lk4790

1967 From The Biginning – Decca Lk4879

1967 Small Faces – Immediate IMLP008

1967 Ogden's Nut Gone Flake – Immediate IMLP012

1965 Whatcha Gonna Do About It?/ What's A Matter Baby? – Decca F12208

1965 I've Got Mine / It's Too Late – Decca F12276

1966 Sha-La-La-La-Lee / Grow Your Own - Decca F12317

1966 Hey Girl / Almost grown - Decca F12393

1966 All Or Nothing / Understanding – Decca F12470

1966 My Mind's Eye / I Can't Dance With You – Decca F12500

1967 I Can't Make It / Just Passing - Decca F12565

1967 Patterns / E To D – Decca F12619

1967 Here Come The Nice / Talk To You – Immediate IM050

1967 Itchycoo Park / I'm Only Dreaming – Immediate IM052

1967 Tin Soldier / I Feel Much Better – Immediate IM062

1968 Lazy Sunday / Rollin' Over – Immediate IM064

1968 The Universal / Donkey Rides A Penny A Glass – Immediate IM069

1968 Afterglow(Of Your Love)/Wham,Bam Thank You Ma'am – Immediate IM077

 Obiger Text wurde entnommen aus: Manfred Schwanbeck     Layout by JR-Project 

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Alle Bilder Copyrigt by JR-Project Jens Rabenstein, Robby Günther

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